Abu Dhabi

Entdecke Abu Dhabi: Beeindruckende Architektur, Traumstrände, Kultur und Luxus. Die Hauptstadt der VAE bietet unvergessliche Erlebnisse für jeden Besucher.

Abu Dhabi ist eine Stadt, die man nicht einfach beschreiben kann. Man muss sie erleben. Die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate liegt majestätisch an der Küste des Persischen Golfs und zieht Reisende aus aller Welt an, die auf der Suche nach etwas sind, das sich von allem anderen unterscheidet. Moderner Luxus trifft auf jahrtausendealte Tradition. Beduinenkultur trifft auf Wolkenkratzer. Wüste trifft auf türkisblaues Meer. Wer einmal hier war, versteht, warum Menschen immer wieder zurückkommen.

Eine Skyline, die Geschichte erzählt

Wer zum ersten Mal auf Abu Dhabi zufährt, egal ob vom Flughafen oder vom Wasser aus, wird von der Silhouette der Stadt überrascht. Hochhäuser recken sich in einen Himmel, der an den meisten Tagen im Jahr makellos blau ist. Glas und Stahl, Kurven und Kanten, Architektur als Statement. Und doch steht mittendrin, oder besser gesagt daneben, die Sheikh Zayed Moschee und erinnert daran, woraus diese Stadt gewachsen ist.

Die Moschee ist eines der beeindruckendsten Gebäude der islamischen Welt. 82 Kuppeln, über 1.000 Säulen, weißer Marmor aus aller Welt und einer der größten handgeknüpften Teppiche, die je gefertigt wurden. Wer sie bei Tagesanbruch besucht, wenn das Licht noch weich ist und kaum andere Besucher da sind, erlebt einen Moment, den man so schnell nicht vergisst. Abends leuchtet sie wie ein Traum über der Stadt.

Neben der Moschee prägen der Qasr al-Watan Palast, das Emirates Palace Hotel und das Zayed National Museum die Stadtgestalt. Abu Dhabi baut nicht nur groß, es baut mit Absicht. Jedes Gebäude soll etwas aussagen, über den Reichtum des Landes, über seinen Anspruch, über seine Zukunft.

Strände, Wüste und das Meer dazwischen

Abu Dhabi ist nicht nur Stadt. Das vergessen viele, die nur die Hochhäuser kennen. Das Emirat erstreckt sich über eine Küstenlinie mit feinen Sandstränden, über Inseln im Persischen Golf und über weite Teile der Wüste Rub al-Chali, einer der größten Sandwüsten der Welt.

Die Strände der Stadt sind gepflegt, das Wasser im Winter angenehm warm und im Sommer so heiß, dass man kaum hineingeht. Wer ruhige Strände sucht, fährt auf die vorgelagerten Inseln. Wer etwas mehr Betrieb und eine gute Infrastruktur will, ist an der Corniche gut aufgehoben, der langen Uferpromenade, die sich durch die ganze Stadt zieht.

Die Wüste ist ein anderes Kapitel. Wer Abu Dhabi besucht, ohne einmal in die Rub al-Chali hinausgefahren zu sein, hat einen wesentlichen Teil verpasst. Die Dünen erreichen Höhen von über 200 Metern, die Farben wechseln im Lauf des Tages von Goldgelb zu tiefem Orange, und wenn abends die Sonne sinkt und keine anderen Menschen weit und breit zu sehen sind, versteht man, warum die Beduinen diese Landschaft geliebt und gefürchtet haben. Kamelritte, Dünensafaris im Geländewagen und Übernachtungen in Wüstenlagern gehören zu den Erlebnissen, die Abu Dhabi von anderen Reisezielen unterscheiden.

Kultur, Geschichte und ein Museum das seinesgleichen sucht

Abu Dhabi versteht sich als Kulturhauptstadt der arabischen Welt, und das ist keine leere Behauptung. Der Louvre Abu Dhabi auf der Insel Saadiyat ist dafür das sichtbarste Zeichen. Das Gebäude selbst ist schon ein Kunstwerk, eine gewaltige Kuppel, durch die das Licht in tausend Strahlen fällt, darunter Exponate aus allen Epochen und Kulturen der Menschheitsgeschichte. Das Konzept dahinter ist ernst gemeint: Kunst als universelle Sprache, jenseits von Grenzen und Religionen.

Daneben wächst auf der Insel Saadiyat ein ganzes Kulturviertel. Das Zayed National Museum widmet sich der Geschichte der VAE und dem Erbe des Staatsgründers Sheikh Zayed. Das Guggenheim Abu Dhabi ist im Bau. Die Insel soll zu einem der bedeutendsten Kulturstandorte der Welt werden, und wer die Entwicklung der letzten Jahre gesehen hat, zweifelt nicht daran, dass das gelingt.

Wer Kultur lieber mit beiden Beinen auf dem Boden erlebt, geht in den alten Souk. Hier riechen die Gassen nach Kardamom und Weihrauch, Händler bieten Gold, Silber, Gewürze und Textilien an, und das Gefeilsche gehört genauso dazu wie das Glas heißen Tee, das man zwischendurch angeboten bekommt. Arabische Gastfreundschaft ist kein Marketingbegriff, sie ist eine ernstgemeinte kulturelle Praxis.

Essen in Abu Dhabi: mehr als Hummus und Fladenbrot

Die kulinarische Landschaft Abu Dhabis ist so vielfältig wie die Herkunft seiner Bewohner. Rund 200 Nationalitäten leben in der Stadt. Das spiegelt sich auf den Tellern wider. Indische Küche neben libanesischer, philippinische Restaurants neben japanischen Omakase-Erlebnissen, und überall dazwischen die arabische Küche in all ihren Ausprägungen.

Die emiratische Küche selbst ist weniger bekannt als sie es verdient. Harees, ein Gericht aus Weizen und Fleisch, das stundenlang gekocht wird und dabei eine unglaublich sämige Konsistenz bekommt. Machboos, ein Reisgericht mit Gewürzen, Rosinen und Fleisch, das an Biryani erinnert, aber sein ganz eigenes Profil hat. Luqaimat, kleine frittierte Teigbällchen mit Dattelsirup, die man in keiner Bäckerei der Touristenzone findet, sondern nur dort, wo echte Einheimische essen.

Wer die Hochglanzrestaurants im Emirates Palace oder auf Yas Island besuchen möchte, bekommt Weltklasseküche zu entsprechenden Preisen. Wer lieber in kleinen Lokalen ohne englische Speisekarte sitzt und isst, was der Wirt gerade kocht, macht die interessantere Erfahrung. Beide Möglichkeiten hat Abu Dhabi zu bieten, und beides gehört zu der Stadt.

Yas Island: Adrenalin, Entertainment und Formel 1

Wer nach Aufregung sucht, findet sie auf Yas Island. Der Yas Marina Circuit ist eine der modernsten Formel 1 Strecken der Welt und Heimat des Abu Dhabi Grand Prix, der traditionell das Ende der Rennsaison markiert. Auch außerhalb der Rennsaison kann man die Strecke befahren, zu Fuß erlaufen oder bei Führungen erleben.

Ferrari World ist der erste überdachte Freizeitpark, der ausschließlich der Marke Ferrari gewidmet ist, mit der schnellsten Achterbahn der Welt. Warner Bros. World bietet auf derselben Insel Unterhaltung für Familien mit Kindern. Und wer nach dem Adrenalin wieder runterkommen möchte, geht ins Yas Waterworld oder spaziert abends an der Uferpromenade der Insel entlang, wo Restaurants und Cafés den Blick auf die beleuchteten Yachten im Hafen bieten.

Das beste Reiseklima: Wann sollte man fahren?

Die Frage, wann man nach Abu Dhabi reisen sollte, lässt sich klar beantworten. Von Oktober bis April ist das Klima ideal. Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad, wenig Regen, klare Luft. Der Dezember und Januar sind die angenehmstes Monate, tagsüber warm genug für Strand und Besichtigungen, abends kühl genug für lange Spaziergänge.

Von Juni bis September ist Abu Dhabi für die meisten Reisenden eine Herausforderung. Die Temperaturen klettern auf 45 Grad und mehr, die Luftfeuchtigkeit ist hoch, und das Leben spielt sich fast ausschließlich in klimatisierten Räumen ab. Wer trotzdem in dieser Zeit reist, profitiert von deutlich günstigeren Hotelpreisen und leeren Sehenswürdigkeiten.

Der Dezember hat einen besonderen Reiz. Die Stadt ist in dieser Zeit auf dem Höhepunkt ihrer touristischen Saison, internationale Hotels schmücken sich mit Weihnachtsdekorationen, und wer Weihnachten einmal ganz anders erleben möchte, findet in Abu Dhabi einen Ort, der überrascht.

Abu Dhabi: eine Stadt, die bleibt

Abu Dhabi ist kein Ort, den man abhakt. Es ist ein Ort, der einen beschäftigt, noch lange nachdem man wieder zuhause ist. Die Fragen, die er aufwirft, über Reichtum und Arbeit, über Glaube und Offenheit, über Tradition und Tempo der Veränderung, lassen sich nicht in einem Besuch beantworten. Aber der erste Schritt ist der Besuch selbst.

Wer offen anreist, wer bereit ist, nicht nur die Sehenswürdigkeiten zu sehen, sondern auch in die Seitenstraßen zu gehen, wer mit Einheimischen spricht statt nur über sie zu lesen, der wird aus Abu Dhabi mit einer Geschichte zurückkommen, die es wert ist, erzählt zu werden.