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Von Straßenküche bis Sternerestaurant – wie und wo man in Abu Dhabi wirklich gut isst
Abu Dhabi ist eine Stadt, die man auch über den Magen kennenlernen kann. Und das lohnt sich. Wer hier nur in Hotelrestaurants und Malls isst, verpasst einen wesentlichen Teil davon, was diese Stadt ausmacht. Die Küche Abu Dhabis ist so vielschichtig wie die Herkunft seiner Einwohner, und wer sich die Zeit nimmt, etwas tiefer zu schauen, wird mit Geschmackserlebnissen belohnt, die man in Europa so nicht findet.
Die emiratische Küche – was man kennen sollte
Bevor man sich auf Restaurantsuche begibt, lohnt es sich zu wissen, womit man es eigentlich zu tun hat. Die emiratische Küche vereint Zutaten aus Asien, dem Nahen Osten und den fischreichen Gewässern des Arabischen Golfs. Zu den bekanntesten Gerichten gehören Machboos, Hühnchen oder Lamm gewürzt mit Koriander, Knoblauch, Kurkuma, Ingwer, Zimt und getrockneten Limetten, sowie Al Harees, bei dem Fleisch und Weizengetreide so lange gegart werden, bis eine cremige, sämige Masse entsteht.
Harees klingt auf dem Papier unspektakulär. Am Gaumen ist es das Gegenteil. Das Gericht hat eine jahrhundertealte Geschichte und wurde früher an Festtagen zubereitet. Wer es in einem guten Lokal bekommt, versteht sofort, warum es bis heute so beliebt ist.
Schon zu Zeiten, als das Land fast ausschließlich von Beduinen bevölkert war, wurde jedes Mahl miteinander geteilt und ausgelassen zelebriert. Abu-dhabi Dieses Prinzip ist geblieben. In emiratischen Restaurants bestellt man nicht für sich allein. Man bestellt viel, stellt es in die Mitte des Tisches und teilt. Wer das nicht weiß und als Einzelperson eine Portion für sich bestellt, wirkt schnell wie jemand, der die Spielregeln nicht kennt.
Luqaimat, Datteln und Karak Chai – die kleinen Dinge zählen
Abu Dhabi ist bekannt dafür, einige der besten Datteln der Welt zu produzieren. Sie sind ein fester Bestandteil der emiratischen Kultur und Küche und werden oft zu Mahlzeiten, als Snack, in Desserts oder zum arabischen Kaffee serviert. Wer in den Souk geht und Datteln kauft, sollte sich Zeit nehmen und probieren. Die Unterschiede zwischen den Sorten sind enorm.
Luqaimat sind süße Teigbällchen, die nach traditioneller emiratischer Art frittiert und mit Dattelsirup serviert werden. Hotels.com Man findet sie in kleinen Lokalen abseits der Touristenmeile, manchmal auch an Ständen in Wohnvierteln, wo sie frisch gemacht werden. Der Preis ist minimal, der Geschmack das Gegenteil davon.
Und dann ist da noch der Karak Chai. Gewürztee mit Kardamom, Zimt und Safran, heiß serviert, in einem kleinen Glas. In einem normalen Café in einem Wohnviertel kostet eine Tasse weniger als einen Euro. Im Hotelcafé das Vierfache. Beides schmeckt gut. Das eine schmeckt aber nach dem echten Abu Dhabi.
Wo man wirklich gut isst – Restaurants mit Charakter
Das Meylas Emirati Restaurant in Al Muneera wurde von der jungen Shaikha Al Kaabi gegründet, die die Zukunft der traditionellen emiratischen Küche sichern wollte. Meylas bedeutet übersetzt ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, und tatsächlich lässt sich das Essen hier am besten in der Gruppe genießen. Das emiratische Frühstück hier gilt als eines der besten der Stadt. Wer morgens früh kommt und keine Eile hat, macht dort alles richtig.
Das Al Fanar Restaurant lässt die Atmosphäre des alten Abu Dhabis wieder aufleben. Ob emiratische Pfannkuchen mit Dattelsirup zum Frühstück, Shorbat Harees als Vorspeise oder das Nationalgericht Machboos mit Fleisch oder Fisch für den Hauptgang, hier bekommt man einen schmackhaften und vielseitigen Eindruck der emiratischen Küche. Das Al Fanar hat mittlerweile mehrere Filialen, auch in Dubai und London. Das Original in Abu Dhabi ist trotzdem das Richtige.
Wer es luxuriöser mag und trotzdem authentisch bleiben will: Das Mezlai im Emirates Palace Hotel bietet lokale Küche in einem luxuriösen Ambiente mit beduinischen Devotionalien wie Dolchen, arabischen Kaffeekannen und Teppichen. Auf der Karte stehen außergewöhnliche Kreationen wie Kamelzunge mit Knoblauch, Koriander, Limettensaft und Honigglasur. Das ist keine Alltagsküche. Aber als einmaliges Erlebnis ist es schwer zu übertreffen.
Schawarma, Falafel und was man sonst für wenig Geld bekommt
Wer die orientalische Fleischspezialität Schawarma nur aus Deutschland kennt, wird überrascht sein, wie viel besser dieser Snack in Abu Dhabi schmeckt. Der Unterschied liegt vor allem in der Marinade: Typischerweise werden Zutaten wie Zitronensaft, Knoblauch, Kardamom, Kreuzkümmel, Koriander, Paprika und Sumach verwendet.
Ein großartiges Preis-Leistungs-Verhältnis bietet das Automatic Restaurant and Cafeteria: Die Falafel sind sehr frisch und geschmackvoll, auch das Schawarma ist zu empfehlen. Für rund vier Euro inklusive Pommes ist das nicht nur ein leckerer, sondern auch preiswerter Snack. Abu-dhabi Solche Läden findet man in jedem Viertel der Stadt, man muss nur die Augen aufhalten und den Hochglanzbroschüren der Hotels misstrauen.
Alkohol in Abu Dhabi – was Touristen wissen müssen
Nicht-muslimische Einwohner und Touristen können in Abu Dhabi in lizenzierten Lokalen wie Hotels, Bars und Restaurants Alkohol trinken. In den meisten traditionellen emiratischen Restaurants wird in der Regel kein Alkohol ausgeschenkt, aber in vielen modernen und internationalen Restaurants gibt es Getränke, die man zum Essen genießen kann.
Wer abends ein Glas Wein zum Essen möchte, geht in ein Hotelrestaurant oder in eines der internationalen Lokale mit Lizenz. Wer das nicht braucht, hat die freie Wahl der gesamten Stadt. Die frischen Säfte, die überall angeboten werden, Mango, Granatapfel, Zuckerrohr, sind ohnehin schwer zu schlagen.
Was Essen in Abu Dhabi wirklich bedeutet
Legeres Essen auf der Straße kostet in Abu Dhabi etwa 20 bis 50 Dirham, während ein gutes Abendessen leicht 200 bis 500 Dirham pro Person kosten kann. GetYourGuide Das entspricht grob fünf bis 120 Euro. Die Spanne ist enorm, und das Schöne ist: An beiden Enden findet man sehr gutes Essen.
Abu Dhabi ist keine Stadt, die kulinarisch enttäuscht. Sie enttäuscht nur die, die nicht bereit sind, die klimatisierte Mall zu verlassen und in eine Straße einzubiegen, die nicht auf der Touristenkarte markiert ist. Die besten Mahlzeiten dieser Stadt findet man nicht auf Tripadvisor. Man findet sie, indem man einfach reingeht und bestellt.








